Ein ruhiger Sonntag mit Gedanken an Klaus
So.., 11.10.2026
Heute Morgen bin ich wie immer früh aufgestanden, obwohl es Sonntag war und draußen der Regen gegen die Scheiben schlug. In meiner Mietwohnung in Hamburg habe ich erst einmal den Kaffee gemacht und an meinem kleinen Tisch gesessen, während ich an Klaus dachte, der nun schon so viele Jahre nicht mehr bei mir ist. Die Rente fühlt sich langsam vertrauter an, doch die Leere bleibt.
Nach dem Frühstück habe ich etwas Ordnung im Haushalt geschaffen, die Wäsche sortiert und die Pflanzen gegossen. Es war ein gemütlicher Start in den Tag, auch wenn der graue Himmel und die kühlen Temperaturen um die zehn Grad wenig Lust auf große Unternehmungen machten. Ich habe an die neue Nachbarin Frau Berger gedacht und überlegt, ob ich ihre Einladung zum Kaffee bald annehmen sollte – Freundschaften sind schön, mehr brauche ich nicht.
Gegen Mittag habe ich mich für einen Spaziergang fertig gemacht. Der Regen ließ kurz nach, also zog ich meine graue Bundfaltenhose an, dazu die weiße Baumwollbluse und die leichte schwarze Steppjacke, die gut gegen den Niesel schützt. Dazu graue Halbschuhe und einen grauen Wollschal, weil es frisch war. Mit dem Schirm in der Hand bin ich eine Runde durch die vertrauten Straßen gelaufen, habe die frische Luft genossen und an früher gedacht.
Der Nachmittag verlief ruhig. Ich habe ein wenig gelesen und mir überlegt, morgen vielleicht wieder Nordic Walking zu machen, wenn das Wetter besser wird. Abends werde ich mir etwas Einfaches kochen und früh ins Bett gehen, zufrieden mit dem ruhigen Sonntag, aber mit einem wehmütigen Gefühl im Herzen, wenn ich an Klaus denke.
