Ein stiller Nachmittag mit Gedanken an Klaus
Di.., 06.10.2026
Heute bin ich wie immer früh aufgestanden, gegen halb sieben, und habe in der Küche einen Kaffee getrunken, während ich aus dem Fenster auf die grauen Wolken blickte. Die Temperaturen lagen bei etwa dreizehn Grad, und ich habe mich für eine schlichte Kombination entschieden: die hellblaue Baumwollbluse mit verdeckter Knopfleiste, die graue Bundfaltenhose aus Woll-Mix, die leichte schwarze Steppjacke und die flachen schwarzen Ballerinas aus Leder. Dazu trug ich die goldfarbene Armbanduhr, den schlichten Silberring und die kurze Perlenkette, einen beigen Baumwolltuch um den Hals und die mittelgroße Ledertasche. Nach dem Frühstück habe ich den Haushalt erledigt, Wäsche sortiert und die Böden gewischt, was mir immer ein gutes Gefühl gibt, auch wenn es nur kleine Aufgaben sind.
Gegen zehn bin ich dann zu einem Spaziergang aufgebrochen, wie so oft seit der Rente. Ich bin durch die Straßen in meiner Nähe gelaufen und habe an Klaus gedacht, der schon so lange nicht mehr da ist. Es tut immer noch weh, aber die Bewegung hilft dabei, die Gedanken zu ordnen. Ich habe ein paar Bekannte getroffen und kurz geplaudert, nichts Besonderes, einfach freundliche Worte. Danach habe ich noch etwas Zeit zu Hause verbracht, ein Buch gelesen und überlegt, wie sich die neue Freiheit langsam einpendelt. Es ist seltsam, keinen festen Rhythmus mehr zu haben, aber ich genieße die Ruhe. Jetzt, am späten Nachmittag, sitze ich hier und schreibe diesen Eintrag, während draußen die Wolken weiterziehen.
