Regen, Pakete und ein heimlicher Abend

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Nachtrag zu gestern: Nachdem ich den Eintrag fertig hatte, kam noch eine Nachricht von einem Bekannten aus der Szene, der mich zu einem kleinen Treffen nächste Woche einladen wollte – das hat mich irgendwie aufgeregt und ich bin noch mal kurz vor dem Schlafengehen in den Spiegel geschaut.

Heute Morgen bin ich erst gegen halb elf aufgewacht, typisch Nachteule. Draußen regnete es schon wieder, 10 bis 16 Grad, richtig ungemütlich. Ich habe mir meine dunkelblaue Jeans, das weiße Basic-T-Shirt und die schwarze Jeansjacke angezogen, dazu die weißen Sneaker. Unterwäsche war ein normaler Baumwoll-Slip. Nach einem schnellen Kaffee bin ich los zur Arbeit. Als Kurierfahrer in Hannover ist der Tag meistens gleich: vom Depot aus Pakete in die ganze Stadt bringen, Treppen hoch in Altbauten, klingeln, unterschreiben lassen. Heute war es besonders stressig wegen des Regens, die Straßen glitschig und viele Kunden genervt. Ich habe an Kröpcke und Aegidientorplatz viel Zeit verbracht, mal zum Edeka, mal zu Privatadressen. Zwischendurch habe ich an Fast Food gedacht, aber ich hab nur einen kleinen Snack zwischendurch gegessen. Gegen 18 Uhr war ich endlich fertig und bin mit der Bahn zurück nach Hause – die Treppen im Haus knarrten wie immer, als ich nach oben stieg.

Zu Hause angekommen habe ich erst mal die nassen Klamotten ausgezogen und geduscht. Der Tag hatte mich ziemlich fertig gemacht, aber ich wollte den Abend noch für mich haben. So gegen 20 Uhr habe ich den Koffer unter dem Bett hervorgeholt und mich als Franziska fertig gemacht. Ich habe den hautfarbenen Tucking-Slip angezogen, dann den schwarzen T-Shirt-BH mit den Silikonbrustformen Cup D. Dazu die schwarze 20 Den Strumpfhose – nein, diesmal nicht, ich hab stattdessen die nude 40 Den genommen, die fühlt sich so weich und einhüllend an. Über alles das schwarze A-Linien-Kleid, knielang, das sich beim Gehen leicht um die Beine schmiegt. Die schwarzen Pumps mit 8 cm Absatz, die Perücke schulterlang schwarz, dazu etwas Foundation gegen den Bartschatten, Concealer, Wimperntusche und den roten Lippenstift. Das Parfum mit Blumennoten habe ich aufgetragen. Es fühlte sich so befreiend an, vor dem Spiegel zu stehen und einfach Franziska zu sein – die engen Schuhe, der leichte Druck des BHs, das Rascheln des Kleides. Ich bin ein bisschen im Zimmer auf und ab gegangen, habe mich bewegt, gefühlt, wie die Strumpfhose an den Beinen spannt. Kein Gedanke ans Weggehen heute, nur dieses heimliche Glück. Später habe ich noch ein bisschen Fast Food bestellt und gegessen, während ich die Perücke noch aufhatte. Jetzt ist es 21:50, ich schreibe das hier und fühle mich irgendwie zufrieden, auch wenn der Körper müde ist vom vielen Laufen heute.

Morgen will ich vielleicht wieder raus als Franziska, mal sehen, wie das Wetter wird.

– geschrieben am Donnerstagabend, Liebes Tagebuch, Donnerstag, der 8. Oktober

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💬 Bella fragt: Wie fühlst du dich, wenn du nach einem stressigen Tag einfach nur zu Hause bleibst und dich als Franziska genießt?

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