Kurier-Schichten und heimliche Verwandlung

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Heute Morgen wachte ich erst gegen halb elf auf, weil ich gestern wieder bis weit nach Mitternacht wach war. Die knarzenden Stufen im dritten Stock hörten sich an wie immer, als ich runterging, um den Briefkasten zu checken. Draußen war es neblig und kühl, nur neun Grad, also zog ich schnell die dunkelblaue Jeans, ein weißes Basic-T-Shirt und meine flachen weißen Sneaker an. Nach einem schnellen Kaffee mit viel Zucker fuhr ich mit der U-Bahn zum Kröpcke, wo ich meinen Lieferwagen abholte.

Der Tag als Kurier war wie immer hektisch: Pakete zu Firmen in der Innenstadt, ein paar Stopps bei Edeka-Filialen und ein längerer Weg zum Maschsee. Ich habe kaum Pause gemacht, nur ein Fast-Food-Sandwich zwischendurch gegessen. Gegen 18 Uhr war ich endlich zu Hause, müde aber zufrieden. Die Wohnung sah noch chaotischer aus als sonst, Klamotten lagen überall herum.

Abends wurde es dann spannend. Ich holte den verschlossenen Koffer unter dem Bett hervor, hinter den alten Kartons. Heute wollte ich richtig als Franziska sein. Zuerst den hautfarbenen Gaff-Slip angezogen, der alles schön flach drückte. Dann den schwarzen T-Shirt-BH mit den Silikon-Pads Cup D, die sich schwer und weiblich anfühlten. Darüber die schwarze 20-Den-Strumpfhose, die sich glatt und kühl an den Beinen anfühlte. Dazu das schwarze A-Linien-Kleid, das knielang und schwingend war, und die schwarzen Lack-Pumps mit acht Zentimetern Absatz. Die schwarze Langhaar-Perücke saß perfekt, und ich schminkte mich mit Foundation gegen den Bartschatten, Concealer, Wimperntusche und dem roten matten Lippenstift. Das Fashion-Tape hielt alles an Ort und Stelle. Als ich mich im Spiegel sah, fühlte ich mich aufregend weiblich und fast ein bisschen frei, obwohl ich nur zu Hause blieb.

Ich habe auf dem Sofa gesessen, ein Stück Schokolade gegessen und ein bisschen Netflix geschaut. Es fühlte sich gut an, die Pumps auszuziehen und die Strumpfhose zu spüren. Gegen 22:30 habe ich alles wieder verstaut, das Make-up entfernt und bin ins Bett gegangen – müde, aber mit einem kleinen Lächeln.

– geschrieben am Montagabend, Liebes Tagebuch, Montag, der 5. Oktober

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💬 Bella fragt: Wie würdest du dich fühlen, wenn du nach einem anstrengenden Arbeitstag endlich heimlich als Franziska im Spiegel stehen würdest?

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