Finn Keller stand vor dem Spiegel in seiner kleinen Wohnung und betrachtete das schwarze Vinyl-Kostüm, das auf dem Bett lag. Mit 29 Jahren hatte er schon viele Undercover-Einsätze hinter sich, doch dieses Halloween-Versteckspiel fühlte sich anders an. Er zog die enge Capri-Hose aus mattem Vinyl über seine Beine, das Material spannte sich glatt und kühl über seine Haut, jede Bewegung erzeugte ein leises Knistern. Die Hose saß wie eine zweite Haut, betonte die Formen und zwang ihn zu einem bewussteren Gang. Darüber folgte die taillierte Jacke, deren Reißverschluss er langsam schloss; sie schnürte seine Brust ein und schuf eine ungewohnte Silhouette.
Die blonde Perücke mit den kurzen Strähnen setzte er zuletzt auf. Sie umrahmte sein Gesicht, veränderte die Konturen und ließ ihn in den Spiegel blicken, als sähe er einen Fremden. Er spürte die Spannung im Nacken, eine Mischung aus Adrenalin und leiser Unsicherheit, während er sich die leichten Schuhe anpasste.
Lena, 32, wartete bereits im Flur, diskret in einem dunklen Kostüm. Gemeinsam fuhren sie zum alten Staatsarchiv. Dort betrat Finn als Felicia den festlich beleuchteten Saal. Kerzenlicht flackerte über Masken und Kostüme der Gäste, der Geruch von Wachs und alten Wänden hing in der Luft. Er bewegte sich zwischen den Menschen, platzierte unauffällig kleine Mikrofone an verborgenen Stellen, während seine Hände leicht zitterten.
Lena gab ihm diskrete Signale mit einem kurzen Blick. Finn spürte, wie die enge Hose bei jedem Schritt rieb, wie die Jacke seine Bewegungen einschränkte. Er sammelte erste Hinweise: ein gedämpftes Gespräch hier, ein zu hastiger Blick dort. Die Atmosphäre verdichtete sich, Masken verbargen Gesichter und Absichten. Die Spannung wuchs, als er den verdächtigen Archivar Dr. Voss in der Menge erspähte.
Abgeschlossener Lesesaal
Dr. Voss trat plötzlich aus dem Schatten der Masken und legte Finn eine Hand auf die Schulter. „Felicia, oder? Sie sehen aus, als bräuchten Sie eine Pause von all dem Getümmel. Kommen Sie, ich habe im abgeschlossenen Lesesaal ein paar Akten, die Sie interessieren könnten.“
Finn folgte ihm, das Mikrofon in seiner Jacke lief. Die Tür fiel mit einem metallischen Klicken ins Schloss. Der Raum war eng, nur ein Schreibtisch aus dunklem Holz stand zwischen hohen Regalen voller vergilbter Ordner. Der Geruch von Staub und altem Papier hing schwer in der Luft.
Voss zog die taillierte Jacke ohne Eile von Finns Schultern. Der Reißverschluss knirschte, dann lag die Jacke auf dem Boden. Die enge Capri-Hose aus mattem Vinyl folgte; Voss zerrte sie über die Hüften, bis sie auf halber Höhe der Oberschenkel hängen blieb. Finns Haut brannte unter den Fingern des Archivars, der ihn grob umdrehte und über den Schreibtisch drückte. Vergilbte Seiten raschelten unter seinen Handflächen.
„Bleiben Sie still“, sagte Voss mit ruhiger Stimme. Zwei Finger drangen ohne Vorwarnung in ihn ein, hart und ungeduldig, dehnend und stoßend, während die andere Hand Finns Nacken festhielt. Finns Atem ging stoßweise. Scham flammte heiß in seinem Gesicht, Adrenalin pulsierte durch den Körper, der Recorder in der Perücke zeichnete jedes feuchte Geräusch auf.
Voss öffnete seine Hose. „Mund auf.“ Finn kniete, der Boden kalt unter den Knien, und nahm den harten Penis zwischen die Lippen. Voss schob tief, hielt seinen Kopf mit beiden Händen und stieß gleichmäßig, während er weiter redete – Namen, Daten, Erpressungsgelder, alles klar und deutlich. Finn schluckte, Speichel lief ihm am Kinn hinunter, die Kehle verengte sich, doch er hielt durch. Jedes Wort landete auf dem Band.
Die Vinylhose schnitt in seine Schenkel, die Perücke rutschte leicht. Schweiß und der süßliche Geruch von altem Papier mischten sich. Voss kam mit einem tiefen Stöhnen, zog sich zurück und wischte sich mit einer Akte ab. Finn blieb auf den Knien, der Mund taub, der Recorder still laufend. Der entscheidende Beweis war gespeichert.
Festnahme mit Perücke
Finn richtete sich langsam auf, die Vinylhose noch um die Schenkel gerutscht, der Mund taub vom Geschmack. Voss wischte sich mit einer vergilbten Akte die Hände ab, als sei nichts geschehen. Im selben Moment drückte Finn den Knopf am Recorder in der Perücke. „Dr. Voss, Sie sind festgenommen wegen Erpressung und Beweismittelfälschung.“ Seine Stimme klang rau, doch die Worte fielen klar.
Voss erstarrte, die Hose noch offen. „Was soll das?“ Finn zog die Dienstausweis aus der Jackentasche, die am Boden lag, und hielt ihn hoch. „Kriminalkommissar Keller. Die Party ist vorbei.“ Er griff nach den Handschellen, die an seinem Gürtel hingen – unter dem Kostüm versteckt. Voss wich zurück, doch Finn packte seinen Arm, drehte ihn herum und drückte ihn gegen das Regal. Die metallischen Klicken der Handschellen schnitten durch die Stille. Voss fluchte leise, während Finn die Akten auf den Tisch warf, die Namen und Beträge enthielten, die der Recorder festgehalten hatte.
Er behielt die blonde Perücke auf. Sie saß schief, Strähnen klebten am Schweiß auf seiner Stirn. Ein seltsamer Kick durchfuhr ihn – nicht Scham, sondern etwas Schärferes, fast Befreiendes. Die Enge der Capri-Hose, das matte Vinyl an der Haut, die fremde Stimme, die aus seinem Mund gekommen war: alles fügte sich zu einem Moment, der ihn nicht mehr losließ.
Lena erschien in der Tür, das Mikrofon in ihrer Hand. „Saubere Arbeit, Felicia.“ Sie lächelte knapp, reichte ihm eine Decke und sicherte die Beweise. Finn nickte, zog die Hose hoch und schloss den Reißverschluss. Im Spiegel über dem Schreibtisch sah er sein Gesicht: Rouge verschmiert, Lippen geschwollen, die Perücke mit den kurzen blonden Strähnen. Er lächelte schief, selbstironisch. Die Verwandlung hatte Spuren hinterlassen, die sich nicht mehr abwischen ließen. Draußen hallte das Lachen der Maskerade weiter, während Voss abgeführt wurde. Finn blieb kurz stehen, atmete den Staub ein und spürte, wie etwas in ihm sich neu sortierte.
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