Gericht verurteilt Arbeitgeber zu 35.000 $ nach ‚Deadnaming‘ eines Transmannes
In einer wegweisenden Entscheidung hat das New South Wales Civil and Administrative Tribunal (NCAT) einem Transmann 35.000 $ zugesprochen, nachdem sein Arbeitgeber ihn wiederholt mit seinem bei der Geburt zugewiesenen Namen (‚Deadnaming‘) ansprach. Diese Praxis führte laut Tribunal zu erheblichen psychischen Belastungen, einschließlichPanikattacken und Schlafstörungen.
Das Gericht stellte fest, dass die internen Rekrutierungsbedingungen des Unternehmens indirekte Diskriminierung darstellten. Der Kläger berichtete von der ständigen Angst, geoutet zu werden, was sein emotionales Wohlbefinden stark beeinträchtigte. Solche Erfahrungen sind leider nicht ungewöhnlich in der LGBTQ+-Gemeinschaft und verdeutlichen die Notwendigkeit für Unternehmen, respektvolle Praktiken zu fördern.
Diese Entscheidung sendet eine klare Botschaft: Diskriminierung auf der Grundlage der Geschlechtsidentität und -ausdrucks wird nicht toleriert. Arbeitgeber sind aufgerufen, Schulungen und Richtlinien zu implementieren, die ein inklusives Arbeitsumfeld schaffen.
Quelle: Michael Stevens
