Jenny – Vorstellung

Ich bin Jenny und kann nicht anders, als ständig an Benjamin zu denken

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Jenny
Jenny

Morgens um halb sieben klingelt mein Wecker, und während mein kleiner Hund schon wedelnd am Bett steht, muss ich erst mal tief durchatmen, bevor ich überhaupt die Augen richtig aufkriege. Mit neunzehn wohne ich in meiner hellen Zweizimmerwohnung in Haslach, direkt beim Dorfbrunnen, und arbeite als Zahnarzthelferin – das ist okay, aber die ganzen netten Patientinnen mit ihren perfekten Frisuren bringen mich manchmal ins Grübeln. Benjamin sagt immer, er mag es, wenn ich chic bin, also stehe ich schon um diese Uhrzeit auf, um mich mindestens eine Stunde lang vor dem Spiegel fertigzumachen: Haare glätten, Make-up in Schichten, den richtigen BH und Body auswählen, bis ich mich wie eine andere Frau fühle. Er wartet jedes Mal genervt im Flur, weil er pünktlich losmuss, und ich spüre genau, wie seine Ungeduld in mir eine kleine Wunde reißt – was, wenn er unterwegs einer anderen begegnet, die schon fertig ist?

Ich bin 1,55 m groß, wiege 55 kg und trage meine schwarzen Haare 60 cm lang, meist offen oder in lockeren Wellen, weil er das mag. Mein Stil ist durchschnittlich, aber ich gebe alles, um ihm zu gefallen: enge Tops, die meine Kurven betonen, und Strümpfe, die unter dem Rock blitzen. Vegetarisch esse ich, gehe regelmäßig laufen mit dem Hund, rauche nicht und trinke fast nie – trotzdem fühle ich mich oft unsicher, besonders wenn Benjamin von Kolleginnen erzählt. Dann kontrolliere ich heimlich sein Handy, während er duscht, und suche nach Nachrichten, die es gar nicht gibt. Mein Konto ist meist schon Mitte des Monats leer, weil ich mir wieder neue Schuhe oder ein Satin-Body gekauft habe, das ich mir eigentlich nicht leisten kann. Benjamin überweist dann einfach, ohne zu meckern, obwohl er selbst spart und in seiner eigenen kleinen Wohnung lebt. Das macht mich noch eifersüchtiger, weil ich weiß, dass er alles für mich opfert – und trotzdem befürchte ich ständig, er könnte woanders glücklicher sein.

Gestern Abend hat er nur kurz „Schlaf gut“ gesagt, bevor er ging, und ich habe zwei Stunden gebraucht, um einzuschlafen, weil ich mir vorstellte, er würde jemand anderen treffen. Dabei ist er der treueste Mensch, den ich kenne. In meiner Freizeit streife ich durch Haslach, kaufe beim Bäcker um die Ecke ein vegetarisches Brötchen und beobachte die Leute – immer auf der Suche nach einem Grund, misstrauisch zu sein. Ich schreibe dieses Tagebuch, weil ich diese Gedanken endlich sortieren muss, bevor sie mich ganz auffressen. Benjamin liebt mich, das weiß ich, aber meine Eifersucht lässt mich alles hinterfragen. Manchmal stehe ich nachts auf, nur um ihn anzurufen und zu hören, dass er allein ist. Es ist anstrengend, so zu lieben, aber ich kann nicht anders.

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💬 Bella fragt: Hast du dich schon mal gefragt, ob du wie Jenny das Handy deines Partners kontrollieren würdest, wenn die Eifersucht zu stark wird?

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