Freitag – Chantals erster Kleidungseinkauf
Nachtrag zu gestern: Lena hat mir abends noch eine Nachricht geschickt, dass ich heute auf jeden Fall als Chantal einkaufen gehe und mir etwas Hübsches hole, sonst würde sie meine letzten Jeans wegwerfen.
Heute ist Freitag, der 9. Oktober 2026, und ich bin 21. Ich bin früh aufgestanden, wie immer, und Lena hat schon vor mir im Bad gestanden. Sie hat mich sofort in den BH und Slip von vorgestern gesteckt, die feine schwarze Strumpfhose angezogen und mir dann die dünne Bluse mit dem kurzen Rock darüber gezogen. Es fühlte sich alles so eng und weich an, der Stoff des Slips rieb leicht an mir, und die Strumpfhose glitt kühl über meine Beine. Ich habe mich im Spiegel betrachtet – mit der Perücke sah ich fast aus wie Lena. Sie hat mir noch Wimperntusche und einen leichten Lipgloss aufgetragen, bevor ich los bin.
Die Arbeit im Lager in Travemünde war anstrengend. Ich bin mit dem Bus 30 gefahren, als Chantal natürlich, und die Kollegen haben mich komisch angeschaut, aber keiner hat etwas gesagt. Ich habe Kartons geschleppt, Paletten sortiert und die ganze Zeit das enge Kleidungsstück unter meiner Arbeitskleidung gespürt. Es hat mich abgelenkt und gleichzeitig aufgeregt. Gegen Mittag habe ich in der Pause kurz auf die Toilette gemusst und mich im Spiegel noch einmal zurechtgemacht. Der BH saß perfekt, die Brustformen drückten leicht, und ich spürte, wie ich erregt wurde, nur 10 cm, aber spürbar unter dem Rock.
Nach der Schicht bin ich direkt in die Stadt gefahren. Ich wollte wirklich Klamotten kaufen, wie Lena es verlangt hat. Bei C&A habe ich mich durch die Abteilungen getraut. Ich habe eine neue schwarze Strumpfhose gekauft, ein enges rotes Kleid, das mir bis zum Oberschenkel reicht, und dazu passende schwarze Pumps mit 7 cm Absatz. Außerdem noch einen zweiten BH mit etwas mehr Push-up und zwei Slips aus Spitze. Alles zusammen hat mich fast 85 Euro gekostet. Es hat sich gut angefühlt, die Sachen in der Hand zu halten und zu wissen, dass ich sie gleich anziehen darf.
Danach bin ich noch bei dm vorbeigegangen und habe Duschgel, Shampoo und einen neuen Nagellack in Rosa gekauft, für insgesamt etwa 15 Euro. Auf dem Heimweg habe ich überlegt, wie ich das alles bezahlen soll – mein Konto ist nicht mehr so üppig. Zu Hause hat Lena mich sofort in die neuen Sachen gesteckt. Das rote Kleid fühlte sich eng und feminin an, die Pumps haben geklickt auf dem Dielenboden, und die neue Strumpfhose hat sich seidig angefühlt. Sie hat mir noch Make-up aufgelegt und gesagt, ich soll mich daran gewöhnen, jeden freien Moment so zu verbringen.
Wir haben dann zusammen gegessen – ich in dem Kleid am Küchentisch. Es war komisch, aber auch aufregend. Lena hat angefangen, über einen Urlaub im November zu sprechen. Wir haben beschlossen, vom 23. bis 28. November nach Mallorca zu fliegen. Sie hat schon nach Flügen geschaut und gesagt, ich soll das bezahlen, weil ich jetzt ja als Chantal lebe. Ich freue mich ein bisschen darauf, aber habe auch Angst, wie das als Mädchen wird.
Gegen 16 Uhr habe ich noch meine Sachen sortiert und die neuen Teile in die Schuhbox unter dem Bett gelegt. Die alte Perücke und das Make-up-Set habe ich im Rucksack im Schrank verstaut. Es fühlt sich an, als würde mein altes Leben langsam verschwinden. Lena hat schon angedeutet, dass nächste Woche noch mehr männliche Kleidung wegkommt. Ich bin gespannt und nervös zugleich, aber irgendwie auch neugierig, wie es weitergeht. Bis jetzt habe ich den Tag überstanden, ohne dass jemand außer Lena etwas gemerkt hat.
