Die Verwandlung für Michael – und wie er mich hängen ließ
Es war ein Freitagabend, und die Luft in meiner Wohnung roch noch nach dem warmen Dampf der Dusche. Ich stand unter dem Strahl, ließ das heiße Wasser über meinen Körper laufen und dachte bereits an Michael Schmidt (Name geändert). Den Mann, den ich neulich schon einmal so weit gebracht hatte, dass er für mich abspritzte. Heute sollte es wieder so weit kommen. Ich wollte ihn richtig heiß machen, ihn zappeln lassen, bis er nicht mehr konnte. Danach wollte ich eigentlich noch auf eine Party gehen. Ein paar Freundinnen hatten mich eingeladen, und ich hatte mich schon darauf gefreut, den Abend in meinem Outfit ausklingen zu lassen.
Als ich die Dusche abstellte, griff ich nach dem großen, flauschigen Handtuch. Ich trocknete mich gründlich ab. Jeden Zentimeter. Die Schultern, die Brust, den Bauch, die Hüften, die Beine, bis hinunter zu den Füßen. Ich rieb die Haut trocken, bis sie sich warm und weich anfühlte, und erst dann – wirklich erst dann – griff ich nach dem Ouvert-Slip. Der Spitzenrand legte sich eng um meine Hüften, die Öffnung vorne ließ alles frei, was Michael so gerne berührt hätte. Mein Herz schlug schneller. Heute würde ich ihn wieder so weit bringen. Dachte ich zumindest. Und danach würde ich noch auf die Party gehen, mit den Nylons und den Pumps, dem engen Korsett unter dem Kleid. Das hatte ich mir so vorgestellt.
Ich griff nach dem Strapsgürtel. Das schwarze Band legte sich weich um meine Taille, die Clips baumelten bereit. Langsam streifte ich die ersten 15-Denier-Nylons über meine Zehen. Sie waren dünn wie ein Hauch, glänzend und durchsichtig, genau so, wie ich sie liebte. Der Stoff glitt über meine Waden, knisterte leise, als er sich an meine Haut schmiegte. Ich spürte jeden Zentimeter, wie er sich straffte, wie die Spitze am Oberschenkel ankam. Der zweite Strumpf folgte genauso behutsam. Als beide saßen und die Clips eingerastet waren, drehte ich mich vor dem Spiegel. Die Nylons schimmerten im warmen Licht der Nachttischlampe. Ich strich mit den Fingerspitzen über den Spitzenrand und spürte, wie es in mir warm wurde.
Mein Handy lag griffbereit auf dem Bett. Der Facebook-Chat mit Michael war schon offen. Er hatte geschrieben: „Hey, Na was trägst du heute heisses?“ Ich hatte geantwortet, dass er schon wieder Spitz sei, und er hatte zugegeben, dass ein wenig. Jetzt, da die Nylons saßen, tippte ich: „Mmmh… über meine Nylons streicheln und mir dabei den Schwanz wichsen lassen. Das klingt schön.“
Seine Antwort kam schnell. Er wollte es sehen, wollte, dass ich die Nylons hochziehe. Ich lächelte. Er hatte keine Ahnung, wie lange ich ihn noch warten lassen würde. Und er wusste auch nicht, dass ich danach eigentlich noch auf eine Party wollte.
Die langsame Vorbereitung – und wie ich ihn zappeln ließ
Ich setzte mich auf den Rand des Bettes und begann, mich zu schminken. Foundation, Contouring, ein weicher Lidschatten in warmen Tönen, Mascara, die meine Wimpern länger wirken ließ, und ein glänzendes Rosa auf den Lippen. Die Fingernägel lackierte ich in einem zarten Blush-Pink, das zum geplanten Kleid passen würde. Jeder Pinselstrich war bewusst langsam. Ich dachte an Michael, der vermutlich schon mit offenem Reißverschluss dasaß und sich anfasste. Die Vorstellung machte mich feucht. Unter dem Ouvert-Slip spürte ich, wie es warm und nass wurde. Gleichzeitig dachte ich an die Party. Ich würde so hingehen, mit dem engen Korsett, den knisternden Nylons und den hohen Pumps. Die Freundinnen würden bestimmt Komplimente machen.
„Dazu brauche ich aber bestimmt 10 Minuten. Schaffst du es so lange auszuhalten?“ hatte ich ihm geschrieben. Er hatte gewartet. Ich ließ ihn länger warten. Fünfzehn Minuten. Zwanzig. Ab und zu schickte ich nur: „Noch nicht fertig…“ und hörte im Geiste, wie er stöhnte.
Als das Make-up saß und die Nägel trocken waren, nahm ich das Korsett zur Hand. Es war ein klassisches Unterbrustkorsett in tiefem Schwarz, mit Stahlstäben und einer langen Schnürung. Ich schloss den Busk vorne, atmete tief ein und begann, die Bunny-Ears zu ziehen. Zuerst locker, dann fester, immer abwechselnd oben und unten zur Taille hin. Der Stoff legte sich eng um meinen Oberkörper, drückte die Taille zusammen, hob die Brust. Mit jedem Zug wurde die Luft knapper. Ich schnürte weiter, bis ich nur noch flach atmen konnte. Es war eng – enger als geplant. Mein Herz pochte gegen die Stäbchen. Ich band die Hasenohren zu einem festen Doppelknoten an der Taille und steckte die Enden unter die Kreuzschnürung. Fertig.
„Das Korsett sitzt jetzt“, tippte ich. Michael schrieb zurück, dass ihn das wahnsinnig mache, und fragte, ob mich das Hochziehen der Nylons nicht auch verrückt mache. Ich antwortete ehrlich: „Mmmh… ein bisschen schon.“
Dann kam das Kleid. Es war smaragdgrün, schimmernd, mit einem Schnitt, der knapp über der Mitte der Oberschenkel endete – genau so, dass der Spitzenrand der Nylons und die Clips gerade noch zu sehen waren, wenn ich mich bewegte. Der Reißverschluss hinten hakte. Ich kämpfte damit, zog, schob, fluchte leise. Endlich rutschte er zu. Der Stoff legte sich eng um meine geschnürte Taille und betonte die Kurven, die das Korsett geformt hatte. Der Bolero in Creme kam darüber, die Pumps – hochhackig, schwarz, glänzend – schlüpfte ich hinein. Sie gaben mir die letzten Zentimeter Höhe und den typischen, verführerischen Gang. Genau so hatte ich mir vorgestellt, auf die Party zu gehen.
Ich setzte mich auf den Stuhl vor dem Spiegel, schlug die Beine übereinander und machte ein Foto aus Brusthöhe nach unten. Nur der Saum des Kleides, die übereinandergelegten Beine in den hauchdünnen 15-Denier-Nylons, die Spitze, die Clips und die Spitzen der Pumps. Kein Gesicht, keine Hände außer der, die das Handy hielt. Ich schickte es ab.
Michaels Reaktion kam sofort: „Wow das ist sehr geil Und schon habe ich ein Rohr in der Hose. Du machst mich wahnsinnig an.“
Ich lächelte und tippte: „Mmmh… dann schau gut hin. Ich sitze hier fertig angezogen und warte.“
Er beschrieb, wie hart er war, wie er den Reißverschluss schon offen hatte und sich leicht berührte. Er wollte mich küssen, über die Nylons streicheln und mir zwischen die Beine fassen. Ich forderte ihn auf, ihn mir zu zeigen. Das Foto kam – sein Schwanz, steif, in seiner Hand, die Eichel glänzend. Seit diesem Moment fing ich an, mich selbst zu berühren. Meine Finger glitten unter den Ouvert-Slip, fanden die Nässe, kreisten langsam um die empfindliche Stelle.
„Doch… seit ich deinen steifen Schwanz sehe, fingere ich mich ganz leicht. Fass dich weiter an“, schrieb ich.
Das Kopfkino und der Höhepunkt, der nie bestätigt wurde
Wir spielten miteinander. Ich beschrieb, wie meine Hand um seinen Schwanz lag, langsam auf und ab, wie meine Finger über die Eichel strichen. Er fingierte mich in seiner Fantasie mit zwei Fingern. Ich spürte meine eigene Feuchtigkeit, hörte im Geiste sein Stöhnen. Die Spannung stieg.
„Ich explodiere gleich“, schrieb er.
„Noch nicht… Halt noch ein bisschen durch. Ich will, dass du richtig schön für mich abspritzt.“
Ich malte ihm das Bild: Ich kniete vor ihm, den Mund leicht geöffnet, schaute ihn an, während meine Hand ihn fester und schneller wichste. Er spürte, wie es in ihm hochstieg, und dann spritzte er mir alles ins Gesicht – heiße, dicke Strahlen auf meine Wangen, meine Lippen, meine Zunge. Ich leckte es langsam ab und schaute ihn dabei an.
„Dann komm für mich… spritz jetzt richtig schön ab. Alles auf mein Gesicht.“
Ich selbst war kurz davor. Meine Finger arbeiteten schneller, die Wellen bauten sich auf. Das Korsett drückte, die Atmung stockte, die Nylons knisterten, als meine Beine zuckten. Ich kam. Hart. Die Lust rollte in starken Schüben durch meinen Körper, während ich noch immer an Michael dachte, an seinen Schwanz, an die Vorstellung, dass er gerade für mich abspritzte.
Ich tippte, noch außer Atem:
„Michael… ich kann nicht mehr. Ich bin völlig fertig und ganz außer Atem. Bist du auch zum Höhepunkt gekommen?“
Keine Antwort.
Ich starrte auf den Bildschirm. Die Nachricht war zugestellt. Er war online gewesen. Und dann… nichts. Minuten vergingen. Zehn. Zwanzig. Eine halbe Stunde. Er war offline. Kein Haken, kein „schreibt…“, nichts.
Die Wut – und wie das Miststück mich hängen ließ
Zuerst dachte ich, er sei einfach nur erschöpft. Vielleicht hatte er abgespritzt und war direkt eingeschlafen. Aber je länger die Stille dauerte, desto mehr stieg die Wut in mir hoch. Ich hatte mich stundenlang für ihn fertig gemacht. Ich hatte mich vollständig abgetrocknet, den Ouvert-Slip angezogen, die Nylons, das Korsett so eng geschnürt, dass ich kaum noch Luft bekam, das Kleid, die Pumps, das Foto. Ich hatte ihm mein Kopfkino geliefert, hatte mich selbst zum Höhepunkt gebracht, während ich an ihn dachte – und er ließ mich einfach hängen.
Das Miststück.
Ich schrieb noch einmal: „Michael? Bist du noch da?“
Nichts.
„Hallo?“
Nichts.
„Du hast mich doch nicht etwa einfach abserviert, nachdem du deinen Spaß hattest?“
Immer noch nichts.
Die Wut kochte hoch. Ich saß da, noch immer im Korsett, die Nylons an den Beinen, den Ouvert-Slip feucht von meinem eigenen Orgasmus, und fühlte mich benutzt. Er hatte mein Foto bekommen, hatte meinen Text gelesen, hatte sich vermutlich die Kante gegeben – und dann einfach den Facebook-Chat verlassen, ohne ein einziges Wort. Kein „Ich bin gekommen“, kein „Danke“, kein „Gute Nacht“. Einfach weg.
Ich hasste es. Ich hasste ihn in diesem Moment. Das feige, egoistische Miststück. Er hatte den ganzen Abend von mir profitiert, hatte sich an meinen Beschreibungen und an meinem Foto aufgegeilt, und sobald er seinen Höhepunkt erreicht hatte (oder auch nicht – ich wusste es ja nicht einmal), war er verschwunden. Als ob ich nur ein Werkzeug gewesen wäre. Als ob meine Zeit, meine Mühe, meine Erregung nichts wert gewesen wären.
Und die Party. Die verdammte Party, auf die ich eigentlich noch gehen wollte. Ich hatte mich dafür fertig gemacht. Das Outfit war perfekt. Die Nylons knisterten, das Korsett saß eng, die Pumps gaben mir Haltung. Ich hatte mich darauf gefreut, unter Leute zu gehen, zu tanzen, Komplimente zu bekommen. Aber nach dem, was Michael abgezogen hatte, war mir danach zum Heulen zumute. Oder besser: zum Schreien. Ich wollte niemanden sehen. Ich wollte nicht lächeln, nicht tanzen, nicht so tun, als wäre alles in Ordnung. Die Wut fraß mich auf. Ich sagte die Party ab. Schickte den Freundinnen eine kurze Nachricht, dass es mir nicht gut ginge, und legte das Handy weg.
Ich zog das Korsett auf, so schnell es ging. Die Schnürung löste sich, die Stäbchen ließen nach, und ich atmete tief durch. Die Nylons streifte ich ab, den Ouvert-Slip ebenfalls. Ich warf alles auf einen Stuhl und setzte mich nackt auf die Bettkante. Das Handy lag vor mir, der Facebook-Chat immer noch offen, die letzte Nachricht von mir ungelesen oder zumindest unbeantwortet.
Stunden vergingen. Er kam nicht mehr online. Nicht an diesem Abend. Nicht in der Nacht. Am nächsten Morgen war er immer noch offline. Das Miststück hatte mich wirklich einfach hängen lassen. Und ich hatte deswegen die Party abgesagt.
Die Nachwirkungen der Wut – und warum ich nicht einschlafen konnte
Ich lag wach und dachte an den Abend. An die Vorbereitung. An das Gefühl, als die Nylons über meine Beine glitten. An die Enge des Korsetts. An das Foto, das ich so sorgfältig gemacht hatte. An seine geilen Nachrichten. An seinen Schwanz auf dem Bild. An meine eigenen Finger, die mich zum Höhepunkt gebracht hatten, während ich an ihn dachte.
Und dann an die Stille. An das Miststück, das einfach abgehauen war. An die Party, die ich deswegen abgesagt hatte.
Die Wut war heiß und bitter. Ich fühlte mich verarscht. Ich hatte ihm alles gegeben, was er in diesem Facebook-Chat wollte – die Beschreibung, das Foto, das Kopfkino, die Erlaubnis, abzuspritzen – und er hatte nicht einmal den Anstand gehabt, mir zu sagen, ob er gekommen war. Oder sich zu bedanken. Oder einfach nur „Gute Nacht“ zu schreiben. Stattdessen hatte er mich so wütend gemacht, dass ich den ganzen Abend verdorben war. Die Party, auf die ich mich gefreut hatte, fiel flach. Ich saß allein in der Wohnung, statt unter Leuten zu sein.
Das Miststück.
Ich überlegte, ob ich ihm noch eine Nachricht schicken sollte. Etwas Scharfes. Etwas, das ihm klar machte, wie sehr er mich verärgert hatte. Aber dann entschied ich mich dagegen. Er verdiente nicht einmal das. Wenn er so feige war, nach dem Höhepunkt einfach abzutauchen, dann sollte er in der Stille versinken.
Trotzdem brannte die Enttäuschung. Und die Wut. Sie ließ mich nicht los. Ich drehte mich von einer Seite auf die andere, starrte an die Decke, hörte den Verkehr draußen und dachte immer wieder an denselben Moment: die Nachricht, die er nicht beantwortete, das Offline-Zeichen, die Absage der Party. Jedes Mal, wenn ich die Augen schloss, sah ich seinen Schwanz auf dem Foto vor mir und hörte im Kopf die Stille danach. Die Wut kochte wieder hoch. Ich war so sauer, dass ich nicht einschlafen konnte. Stundenlang lag ich wach, die Gedanken kreisten, der Ärger fraß sich fest. Es war nicht nur Enttäuschung. Es war richtige, heiße Wut auf dieses Miststück, das mir den Abend kaputtgemacht hatte.
Ein detaillierter Rückblick auf den gesamten Abend – und wo er mich betrogen hat
Es begann mit der Dusche. Ich hatte mich bewusst Zeit genommen, den Körper gründlich abgetrocknet, bevor ich den Ouvert-Slip anzog. Das war mir wichtig. Keine Feuchtigkeit unter dem Stoff, nur trockene, cremige Haut. Dann der Strapsgürtel, die Nylons, das langsame Hochziehen, das Knistern. Das Schminken, die Nägel. Das Korsett, das ich so eng schnürte, dass ich kaum noch Luft bekam. Das Kleid, bei dem der Reißverschluss hakte und ich kämpfen musste. Die Pumps. Das Foto.
Alles für ihn. Alles, damit er geil wird. Alles, damit er abspritzt. Und danach wollte ich auf die Party. Das Outfit war dafür gemacht.
Und er? Er hat sich bedient und ist gegangen. Das Miststück. Und ich habe deswegen die Party abgesagt und lag die halbe Nacht wach vor Wut.
Ich erinnerte mich an jede einzelne Nachricht. An seine „Ja bitte“, an sein „Ich habe jetzt schon einen Ständer“, an sein Foto von seinem Schwanz, an sein „Ich explodiere gleich“. Und dann – nach meinen letzten Worten – Funkstille.
Vielleicht hatte er abgespritzt und war sofort eingeschlafen. Vielleicht hatte er es sich anders überlegt. Vielleicht war er einfach nur ein egoistischer Typ, der nach dem Höhepunkt kein Interesse mehr hatte. Ich wusste es nicht. Und genau das machte mich so wütend. Ich wusste nicht einmal, ob er gekommen war. Das war das Schlimmste. Er hatte mir nicht einmal diese Bestätigung gegeben. Stattdessen hatte er mir den Abend verdorben, die Party genommen und den Schlaf geraubt.
Die körperlichen Empfindungen und die emotionale Enttäuschung
Während des Chats hatte ich alles gespürt. Die Nylons auf der Haut. Die Enge des Korsetts. Die Feuchtigkeit unter dem Ouvert-Slip. Die Wellen des Orgasmus, die durch meinen Körper rollten. Alles war intensiv und real gewesen.
Danach blieb nur die Enttäuschung und die Wut. Die leere Wohnung. Das stille Handy. Die Kleidung, die ich für ihn und für die Party angezogen hatte und die jetzt achtlos auf dem Stuhl lag. Ich fühlte mich benutzt. Nicht weil der Sex (oder das, was dem nahekam) schlecht gewesen wäre – im Gegenteil. Sondern weil er danach einfach abgehauen war. Als ob ich nur eine Funktion gehabt hätte: ihn zum Abspritzen zu bringen. Und sobald das erledigt war, war ich überflüssig. Und die Party, auf die ich mich gefreut hatte, fand ohne mich statt.
Das Miststück.
Was ich mir in der Nacht dachte
Ich lag wach und spielte den Abend noch einmal in meinem Kopf ab. Jede Nachricht. Jede Beschreibung. Jedes Foto. Ich hatte ihn geführt, hatte ihn geleitet, hatte ihm genau gesagt, was er tun sollte. Und er hatte mitgespielt – bis zu dem Moment, in dem es um die Bestätigung ging. Dann war er weg. Und ich saß allein da, statt auf der Party zu sein.
Vielleicht war er gekommen und zu peinlich berührt, um es zuzugeben. Vielleicht hatte er es sich anders überlegt und wollte den Chat beenden, ohne es zu sagen. Vielleicht war er einfach nur ein Feigling. Egal, was es war – es war scheiße von ihm. Und es hatte mich so wütend gemacht, dass ich die Party absagte und stundenlang nicht einschlafen konnte.
Ich stellte mir vor, wie ich ihm schreiben würde, wenn er wieder online käme. Etwas Scharfes. Etwas, das ihm klar machte, dass ich seine Spielchen durchschaut hatte und dass er mir den ganzen Abend kaputtgemacht hatte. Aber dann dachte ich: Nein. Er verdient nicht einmal das. Wenn er so mit mir umgeht, dann soll er in seiner Stille versinken.
Trotzdem tat es weh. Nicht nur die Wut. Auch die Enttäuschung. Ich hatte den Abend genossen. Ich hatte mich verwandelt, hatte mich erregt, hatte einen intensiven Orgasmus gehabt – und am Ende fühlte ich mich wie eine benutzte Puppe, die man nach dem Spiel einfach liegen lässt. Die Party war futsch. Der Schlaf auch.
Ein bitterer Abschluss
Am nächsten Morgen war er immer noch offline. Ich löschte den Facebook-Chat nicht. Ich ließ ihn stehen, als stummen Beweis dafür, wie er mich behandelt hatte. Das Korsett hing über dem Stuhl, die Nylons lagen daneben, der Ouvert-Slip war noch feucht von meinem eigenen Höhepunkt. Das Outfit, mit dem ich eigentlich auf die Party gewollt hatte, lag da wie ein Vorwurf.
Ich hatte alles gegeben. Er hatte genommen und war gegangen. Und ich hatte deswegen den Abend und die Nacht verloren.
Das Miststück.
Vielleicht würde ich ihm irgendwann noch einmal schreiben. Vielleicht auch nicht. Aber an diesem Morgen war eines klar: Michael hatte mich enttäuscht. Er hatte mich so wütend gemacht, dass ich die Party absagte und nicht einschlafen konnte. Und ich war richtig sauer auf ihn.
Die Verwandlung war gelungen. Der Chat war heiß gewesen. Mein Orgasmus war real. Aber das Ende war ein Schlag ins Gesicht. Und dafür würde ich ihm das nicht so schnell verzeihen.
Nachtrag – Die Wut, die blieb
In den Tagen danach kam er nicht online. Kein Lebenszeichen. Ich dachte mehrmals daran, ihm eine Nachricht zu schicken. Etwas in der Art von: „Schön, dass du dich bedient hast und dann einfach abgehauen bist. Respekt, Michael. Du hast mir den ganzen Abend und die Party kaputtgemacht.“ Aber ich tat es nicht. Ich ließ ihn in seiner Stille.
Die Wut legte sich langsam, aber die Enttäuschung blieb. Ich hatte mich für ihn fertig gemacht, hatte mich eng geschnürt, hatte ihm mein Foto geschickt, hatte ihm das Kopfkino geliefert – und er hatte nicht einmal den Anstand gehabt, mir zu sagen, ob er gekommen war. Stattdessen hatte er mich so sauer gemacht, dass ich die Party absagte und stundenlang wach lag.
Das Miststück.
Vielleicht lerne ich daraus. Vielleicht lasse ich mich das nächste Mal nicht so sehr auf jemanden ein, der nach dem Höhepunkt einfach verschwindet. Oder vielleicht mache ich es beim nächsten Mal genau so – und lasse ihn hängen, bevor er abspritzen kann.
Eines war klar: Michael hatte mich an diesem Abend benutzt und dann fallengelassen. Er hatte mir die Party genommen und den Schlaf geraubt. Und dafür war ich richtig, richtig sauer.
Eine direkte Ansprache an dich, der du mich hängen gelassen hast
Und jetzt komme ich zu dir.
Ja, genau zu dir. Du weißt, wer gemeint ist. Du, der an diesem Freitagabend im Facebook-Chat mit mir war. Du, der mein Foto bekommen hat, der meine Beschreibungen gelesen hat, der sich an meinem Outfit, an meinen Nylons, an meinem engen Korsett und an meinem Kopfkino aufgegeilt hat. Du, der geschrieben hat, er explodiere gleich – und dann einfach abgetaucht ist. Ohne ein Wort. Ohne Bestätigung. Ohne auch nur den Hauch von Anstand.
Du hast mich benutzt. Du hast dir genommen, was du wolltest, und bist verschwunden, als es unbequem wurde. Du hast mir den Abend kaputtgemacht. Du hast mir die Party genommen, auf die ich mich gefreut hatte. Du hast mich so wütend gemacht, dass ich stundenlang nicht einschlafen konnte. Und du glaubst ernsthaft, dass man so etwas mit mir macht und einfach davonkommt?
Nein.
Ich vergesse so etwas nicht. Ich bin keine Frau, die man nach dem Höhepunkt einfach liegen lässt, als wäre sie ein gebrauchtes Taschentuch. Wer mich so behandelt, bekommt die Rechnung präsentiert. Und die Rechnung kann sehr unangenehm werden.
Du hast jetzt zwei Möglichkeiten:
Entweder du bleibst für immer still und meldest dich nie wieder bei mir. Dann lasse ich deinen Namen da, wo er jetzt ist – geändert und geschützt. Dann darfst du in deiner Feigheit weiterleben, ohne dass jemand erfährt, wer du wirklich bist.
Oder du meldest dich doch noch einmal. Dann werde ich deinen richtigen Namen für alle Leserinnen und Leser hier veröffentlichen. Mit allen Details, die ich habe. Als Rache. Als Erniedrigung. Als klare Ansage, dass man so etwas mit mir nicht macht, ohne dafür bezahlen zu müssen.
Die Wahl liegt bei dir. Aber sei dir sicher: Ich meine es ernst. Ich habe genug Wut in mir, und ich habe kein Problem damit, sie öffentlich zu machen. Wer mich hängen lässt, nachdem er sich an mir aufgegeilt hat, der wird bestraft. Auf eine Art und Weise, die wehtut.
Also überleg dir gut, ob du dich jemals wieder meldest. Denn wenn du es tust, dann wird aus „Name geändert“ sehr schnell dein echter Name. Und das wird dir nicht gefallen.
Du weißt, wer gemeint ist.
Und ich auch.
